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Wott? Wozn't Mee!"

Wott? Wozn't Mee!"

Homescheißer

Die Katze von unten: Homescheißer.

Phonograph

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Geballter Lesestoff für’s Wochenende:

The dance of today has adapted itself to that kind of music referred to as electronic tango, and it doesn’t fall into the same category as a Pugliese or a Troilo.  The tango was hidden for almost 30 years and that is the emptiness which is present today in the tango.  […] There was Piazzola and then there was a jump to Gotan Project, directly to Narcotango, and there hasn’t been a musical process that has accompanied the dance through its evolution.  The music hasn’t evolved, it jumped and skipped a very important of the creativity that is happening in the dance, which continues to grow and evolve creatively.

Jochen: Ich bin 2004 mit dem, was ich hier in Deutschland auflege, nach Buenos Aires gegangen und habe dann u.a. ,Carnavalito‘ (von Demare) gespielt, welches hier in Deutschland als Milonga aufgelegt wird. In Buenos Aires gilt das allerdings als Folklore-Stück, was es ursprünglich ist. Also, sie dachten es handelt sich um eine Cortina, und dann sind alle von der Fläche marschiert. Das war natürlich eine unangenehme Situation.

Last not at all least

Vor einigen Wochen hatten wir eine Porteña für eine Woche zu Gast, die rund 30 Jahre jung und mit den Gran Orquestas aufgewachsen ist. Irgendwann haben wir sie gefragt ob sie Lust hat, ihre ureigene Musik für einmal so zu hören, wie sie damals geklungen hat. Es versteht sich von selbst, dass wir mit dieser Provokation ihr Interesse wecken konnten. Daraus wurde ein sehr emotionaler Nachmittag. Wir sind zu dritt dichtgedrängt volle drei Stunden ohne Pause zusammen an meinem für drei viel zu kleinem Audio-Arbeitsplatz gesessen und haben uns nach ihren Wünschen kreuz und quer durch die EdO gezappt. Während dieser Zeit sind ihr fast pausenlos Tränen über das Gesicht gekollert. Das hat beim ersten Stück schlagartig begonnen, als nach einer Minute der Sänger einsetzte.

Ok, das waren jetzt drei Cortinas, sozusagen eine CorTanda! ;-)

Schönes Wochenende wünscht Elbnymphe!

Sabine Bazan, »Taucherin« (2008)

Sabine Bazan, »Taucherin« (2008)

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Es geschieht immer mal wieder, daß ich auf Themen stoße, die ich interessant finde und auf die ich hinweisen möchte, ohne daß ich aus zeitlichen oder auch aus Gründen der Kompetenz ausführlicher darauf eingehen könnte.

Sofern es sich dabei um Themen handelt, die im weitesten Sinne dem Tango zuzuordnen sind, werde ich sie in Zukuft unter der Rubrik Cortina anreißen. Ich will versuchen, die Lesezeit unter 60 Sekunden zu halten! :-)

Übrigens war ich beim Verfassen dieser Ankündigung schon fast dabei, in gräßliches Werbetexter-Denglish zu verfallen und vom „Anteasern“ zu sprechen, bis ich im LEO-Forum diesen Eintrag fand:

smalbop: „,Anteasern‘, ich fasse es nicht, aber heute darf wohl jeder Denglisch-Depp die Sprache ,bereichern‘. Nun gut, ich will diesem ,Vorbild‘ in nichts nachstehen: ,antesaern‘ = etwas mit Tesafilm befestigen.“
CJ unplugged: „smalbop, da hast Du Dich aber nicht an die Wortbildungsregeln gehalten. Es muss ,antesan‘ heißen.“

Unter dem schlichten Titel BOTTICELLI zeigt das Städel in Frankfurt/Main bis zum 28. Februar 2010 mit ca. 80 Werken die erste große Werkschau des Renaissancekünstlers in Deutschland, die sicher zu den wichtigsten Ausstellungen des Jahres 2009/10 zählt.

Besonders gefällt mir die witzige Kampagne, die Botticellis Meisterschaft in der Wiedergabe luxuriöser Stofflichkeit zum Anlaß nimmt, ihn als modernen „Brand“ à la LOUIS VUITTON oder PRADA zu inszenieren:

(Klick vergrößert Bild)

Wie wenig weit dies hergeholt ist, bewies vor kurzem GUCCIs Kampagne für das Parfum „Flora“ Weiterlesen »

Bäume und Höhlen  – das sind die natürlichen Lebensbereiche einer Nymphe. „Baum & Grotte“, so heißt die Rubrik auf meiner Blogroll, in der Design- und Lifestyle-Blogs versammelt sind. Ein Geheimtip unter diesen dürfte das Blog der Kanadierin Lindsay Brown sein, das ich seit ca. einem Jahr mit Vergnügen lese: Ouno.

Anstatt wiederzukäuen, was andernorts bereits hundertfach gebloggt wurde, spürt sie Dingen nach, die vor ihrer Haustür liegen – beispielsweise die Architektur der Moderne in Kanada – und die drohen, in Vergessenheit zu geraten (wie jüngst die fantastisch-futuristischen „Spomenik“-Monumente des Nachkriegs- Jugoslawiens).

Sie selbst beschreibt ihr Blog, mit einigem Understatement, als „a long, messy, eccentric photo essay about the hybrid, impure, strange histories of all the objects surrounding us, the ancient, the modern and the space-age, the 1960s, the 1970s, the thrifty, the real, the adventurous, the unexpected, the unstuffy and the unstaid, design as making do, and mixes of all kinds.“

Ich möchte auf zwei ihrer jüngeren Beiträge verweisen, die zeigen, daß sie sich nicht nur auf längere, beeindruckend kritische Foto-Essays versteht, sondern auch auf kurze Einträge, in denen sie ihr reiches Wissen pointiert nebeneinander setzt.

Das erste Beispiel ist ein ironischer Kommentar zu den Auswüchsen eines überästhetisierten Lifestyles, der auch bei mir ungläubiges Stirnrunzeln hervorrief: Weiterlesen »

Meine Damen und Herren, darf ich Ihnen eine Sternstunde des deutschen Sportfernsehens präsentieren? (Ungeduldige sollten zu 0:25 springen.)

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Daran schließt sich die Frage an, wer unter den Bloggern vorhat, sich die Spiele der Frauen-WM 2011 im neuen Dresdner Stadion anzusehen. Ich bin am Überlegen …

Ursprünglich war heute in dieser Rubrik bereits ein andere Beitrag erschienen, den ich vor etlichen Tagen vorbereitet hatte. Leider war mir damals nicht bewußt, daß heute in Sachsen als einzigem Bundesland der Buß- und Bettag begangen wird. Hätte ich gestern nicht in den Tango-Kalender geschaut, wüßte ich nicht, daß an diesem sogenannten „Stillen Tag“ Tanzverbot herrscht. Unter diesem Gesichtspunkt ziehe ich einen anderen Beitrag vor.

Frida Kahlo, »Mädchen mit Totenmaske« (1938). Öl auf Metall. 19,8 x 14,7 cm. Privatbesitz.

Frida Kahlo, »Mädchen mit Totenmaske« (1938). Öl auf Metall. 19,8 x 14,7 cm. Privatbesitz.

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„¡Viva México!“, mit diesem Ausspruch verbindet man die Lebensfreude eines ganzen Landes. Doch bin ich gerade dabei, zu entdecken, daß diese sich sogar auf die Art erstreckt, wie man mit dem Tod umgeht.

In Mexiko gibt es nach wie vor Gebräuche, die, zurückgehend auf aztekische Traditionen, den Tod weniger tabuisieren, als ihn als Teil des Lebens zu feiern. (Das spätmittelalterliche Europa weist erstaunliche Parallelen z. B. in der Kultur der „Totentänze“ auf. Einen interessanten Artikel zur Kultur des Todes in Mexiko findet man hier.)

Auch musikalisch gebar die Beschäftigung mit Tod, Leid und Verlust in Mexiko ein reiches, eigenständiges Erbe. Zunächst möchte ich einen Ausschnitt aus dem preisgekrönten Kurzfilm Hasta Los Huesos (etwa: „Bis auf die Knochen“) von Regisseur René Castillo vorstellen. (Den zehnminütigen Fim kann man sich hier anschauen.)

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Es ist Cassiel und mir eine große Freude, den tangobegeisterten Leserinnen und Lesern unserer beiden Blogs das erste, blogübergreifende Tango-Weihnachtsgeschenke-Special ankündigen zu dürfen. Wir haben in den vergangenen Wochen die sieben Weltmeere des Internets bereist und aus fernen Domains gar köstliche Gaben mitgebracht. Diese werden wir Anfang Dezember gemeinsam vorstellen. Cassiels Empfehlungen richten sich speziell an Tangueros, während meine Anregungen den Tangueras gelten.

Ob hübsche Kleinigkeit oder sündhaft Exklusives: Wir hoffen, daß unsere virtuellen Gabentische die Herzen der Tangobegeisterten höher schlagen lassen und den Schenkenden die Suche nach dem passenden Geschenk erleichtern werden. Falls etwas so unverzichtbar praktisch bzw. sagenhaft schön ist, daß wir es in unsere Listen aufnehmen sollten, freuen wir uns über Hinweise unter:

elbnymphe<punkt>dd<at>googlemail<punkt>com
cassiel<punkt>der<punkt>echte<at>gmail<punkt>com

UPDATE: Ho Ho Ho! Nachdem sich einige LeserInnen verwundert äußerten, man könne hier nicht kommentieren, gebe ich die vorsorglich deaktivierte Kommentarfunktion mit der ausdrücklichen Bitte frei, unter diesem Artikel keine Geschenkideen oder Links zu solchen zu posten :-) – diese bitte nur per E-Mail! (Falls doch Links gepostet werden, werde ich sie löschen; ich hoffe auf Verständnis.)

Felder im Herbst

Rings um sie woget das blühende Korn …
[…]
Da liegt im Weg ein lieblich Kind,
Von Blumen umwölbt, die sind betaut,
Und mit den Locken spielt der Wind.

~ August Kopisch, aus „Das Wunder im Kornfeld“


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Andrew Wyeth, »Christina’s World« (1948) [via]

 

goldgelbes Feld
wiegt der Wind
die Ähren wild
berühren den Mohn
den Nachbarn, den Träumer
blicken nach rechts und nach links
versäumen rein gar nichts
weder am Morgen noch Abend
gedeihen dahin, Sinn
verankert im Boden des Lebens
sicher, beständig, tausendfach
und doch zählt jedes Korn
von vorne

~ Monika Sch., „Kornfeld“

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Lane Coder, ohne Titel (ANTHROPOLOGIE-Kampagne) [via].

Als die Saat der Erd’ entsprossen,
Als der Frühlingswind sie neckte,
Sind wir manchen stillen Abend
Langsam durch sie hingeschritten
Hand in Hand.

Kamen Menschen uns entgegen,
Wollten sie uns überholen,
Ließen wir die Hände locker,
Gingen ehrbar Seit’ an Seite,
Wie’s sich ziemt.

Waren dann die Menschen wieder
Unserm Augenkreis entschwunden,
Fanden schleunig sich von neuem
Unsre Hände, unsre Lippen,
Wie’s so geht.

Da das Feld nun steht in Ähren,
Überall Verstecken bietet
Allerzärtlichstem Getändel,
Schreit’ ich müde meines Weges
Und allein.

~ Detlev von Liliencron, „Das Kornfeld“ (1893)

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Lane Coder, ohne Titel.

Wir gingen in helle Kornfelder hinein.
Dort wucherte Mohn rotfleckig am Rain,
Fein klingen dort Ähren dem Ohr Melodein
Und wiegen die Köpfe leise und träge,
Und heiße Dinge liegen am Wege.
Nicht Körner allein im Kornfeld gedeihn,
Mohnrote Flecken die lecken am Blut,
Die können im Feld ein Brennen anstecken,
Wir haben geküßt und nicht ausgeruht.

~ Max Dauthendey, aus dem Singsangbuch (1907)

Lamsweerde+Matadin_Daria+Werbowy_VOGUE+Japan+Dez+2009_1_lLamsweerde+Matadin_Daria+Werbowy_VOGUE+Japan+Dez+2009_2_lLamsweerde+Matadin_Daria+Werbowy_VOGUE+Japan+Dez+2009_3_l

Inez Van Lamsweerde und Vinoodh Matadin, Daria Werbowy für VOGUE Japan, Dezember 2006 [via, via, via].

August Kopisch, aus: „Das Wunder im Konrfeld“

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