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Mit ‘Milonga’ verschlagwortete Einträge

Jede Tanguera kennt ihn, erduldet ihn, haßt ihn bisweilen: jenen Intervall zwischen den Tänzen, wo man am Rand der Tanzfläche sitzt, an der Bar steht, mit halbem Ohr an Small Talk lauscht – immer in der Hoffnung, aufgefordert zu werden. Im Englischen gibt es hierfür den Begriff des „Sitting & Smiling“, was mit „Lungern und [...]

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Wer sich in der Dresdner Tangoszene auskennt, dem dürfte es beim Stichwort „Amoratado“ nicht schwer gefallen sein zu erraten, wohin mich neulich Abend meine Schritte führen würden.
Ein Raum mit einem rauhen, grob verfugten Sandsteinboden. Mächtige Metallsäulen, die die Blickachsen verstellen. Am Saal kann es also nicht liegen – und doch ist das Foyer des Societaetstheaters [...]

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Gestern Abend endete endlich die Sommerpause in Sachen Tango-Unterricht: die nächsten vier Wochen gelten der Milonga. Für die Tango-Unkundigen: Milonga ist eine sehr temporeiche Variante des Tangos, die ihm entwicklungsgeschichtlich vorausgeht.
Ich weiß, daß es dauern wird, ehe ich eine gute Milonguera sein werde, aber eines kann ich sagen: Spaß hat es vom ersten Takt an [...]

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Für gerade heimkehrende Tangueros und Tangueras: Unter dem Titel „Vom Blau der Königin am Silberfluss“ läuft jetzt noch bis 3 Uhr früh die „Die Lange Nacht von Buenos Aires“.

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Cassiel, der Themenwitterer, hat mich mit einem Kommentar auf seiner Tangoplauderei darauf gebracht, daß ich schon lange einmal über eine Milonga-Praktik schreiben möchte, die in meiner Wahrnehmung an Erpressung grenzt.
Auch in hiesigen Kreisen gibt es einen Tänzer, dem ich ein ausgeprägtes Nähe-Distanz-Problem attestieren möchte. Selbst wenn man erkennbar in ein Zwiegespräch vertieft ist und nur [...]

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[Mit freundlicher Genehmigung]
„Matrosen? Hafen? Bürgerliche Musiker?“
Guten Tag, Promisc!
Obiges Zitat war meine Paraphrase des von Dir so nachhaltig beschworenen Tango-Entstehungsmythos. Wie jeder Mythos, sind Schauplatz und Darsteller stark vereinfacht (es sei denn, man ist Kreationist und tastet bei jedem Mann nach der fehlenden Rippe).

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Sei es der Ausgang der letzten Milonga (die Wogen sind geglättet), sei es das Wetter (gibt es eigentlich Tangos, die vom Aprilwetter im Mai handeln?), oder sei es die Tatsache, daß die derzeit einzige Affinität zwischen mir und Argentinien der Zustand unserer Haushaltslage ist – jedenfalls habe ich schon neun Tage lang weder eine Milonga [...]

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Der Ort: das häßlichste Haus weit und breit, ein in Beton gegossener Faustschlag ins Gesicht des Gründerzeitviertels. Die zur Straße hin weit geöffneten Hochparterre-Fenster erlauben den Blick in einen unsanierten Raum, der dank klobiger Sofas und flackernder Teelichter dennoch einladend wirkt. Darin dreht sich eine kleine Schar Tanzender.

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Nach Cassiels flammendem Plädoyer für den Cabeceo beschloß ich, darauf zu achten, wie man auf den hiesigen Milongas zum Tanz aufgefordert wird. Es ist nämlich so, daß ich mich in den Pausen zwischen den Tänzen meistens entweder mit Freunden unterhalte, oder aber mich am Anblick der Paare auf der Tanzfläche erfreue. Beides macht eine Aufforderung per Blickkontakt denkbar schwierig

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